An der brasilianischen Nordgrenze zu Französisch Guyana, Surinam, Guyana und Venezuela befindet sich ein weiteres angehobenes Tafelland, das dem des Zentralplateaus ähnelt. Die beiden bildeten früher einmal eine Fläche, wurden aber voneinander getrennt, als ein Block der Erdkruste nach unten glitt und einen Graben bildete. Durch diese Kluft fließt heute der Amazonas in den Atlantik. 1.600 km flußaufwärts, bei Manaus, verbreitert sich die Amazonas-Tiefebene zu einem weiten Becken, in dem sich früher einmal ein Binnensee befand, der nach Süden am Paraguay entlang entwässert wurde. Der Grund des alten Sees war bedeckt mit Sedimenten, in die der Amazonas und seine Nebenflüsse nun ihr heutiges Bett gegraben haben. Die Böden in Teilen der Amazonasebene oberhalb des Flußtales sind nicht fruchtbar, da die organischen und anorganischen Nährstoffe von den heftigen tropischen Regenfällen stetig ausgelaugt wurden. Das Land in den flußnahen Tälern wird jedes Jahr überschwemmt, wenn die starken Regengüsse auf dem Zentralplateau und in den Anden den Wasserspiegel anheben. Dann verbessern frische Schlickablagerungen wieder die Fruchtbarkeit dieser Überschwemmungsebenen (Várzeas), die schon seit Jahrtausenden für die Landwirtschaft genutzt werden.
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Donnerstag, 7. Februar 2013
Der größte Teil der 7.200 km langen Atlantikküste Brasiliens besteht aus
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